Bevor es an die konkrete Suche nach einem geeigneten Standort und die konkrete Bestimmung des Bautyps geht, ist eine erste Bestandsaufnahme der finanziellen Möglichkeiten angeraten. Der erste Kassensturz gibt die Linie vor für das weitere Vorgehen beim Bauen. Man muss seine Möglichkeiten kennen, bevor man Entscheidungen trifft. Diese erste Bestandsaufnahme der Finanzen ist eine Orientierung und wird später im Laufe der Planung für den zukünftigen Bau immer konkreter. Zuerst geht es darum, den Rahmen für das vorhandene Eigenkapital abzustecken. Dies ist und bleibt ein wichtiger Faktor beim Bauen.
Zum Bauen kann man für die Baufinanzierung als Eigenkapital einsetzen, was auch bei anderen Finanzierungen als Eigenkapital einzusetzen wäre. Da stehen ist erster Linie das Barvermögen, Konten, Versicherungen, Prämien, Wertpapiere, bereits vorhandene Grundstücke und Immobilien, aber auch zu erwartende Schenkungen oder Erbschaften. Diese Bestandsaufnahme sollte immer schon mit einem in Zusammenarbeit mit einem Fachmann geschehen, geht es doch oftmals darum, den Wert einer Sache genau zu bestimmen. Geschieht dies erst später, kann es zu einem bösen Erwachen kommen. Ist das Eigenkapital festgestellt, wird bestimmt wie viel Fremdkapital für eine notwendige Finanzierung des Baus aufgebracht werden kann. Erst wenn man diese Zahlen hat, kann man genau wissen, welche Kosten man für den Bau veranschlagen kann.
Jetzt geht es daran, sich für ein bestimmtes Bauvorhaben zu entscheiden. Da gibt es vielfältige Möglichkeiten. Grundsätzlich sieht es so aus, dass den kreativen Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt sind. Aber auch beim Bauen heißt es oft, dass das Besondere auch besonderen Einsatz verlangt. Einen besonderen Einsatz an Kapital oder auch an Eigenleistung. Bauen in Eigenleistung mag viele Menschen reizen, birgt aber auch viele Risiken. Wer handwerklich geschickt ist oder in seinem Bekanntenkreis über solche Menschen verfügt, kann sicher durch Eigenleistung einen Teil der Finanzierung abdecken. Doch sollte man immer beachten, dabei die eigenen Möglichkeiten nicht zu überschätzen.
Nach der Bauabnahme kann man die üblichen Arbeiten, die der Verschönerung des nackten Baus dienen, und auch sonst in vielen Familien gemeinsam in Eigenleistung ausgeführt werden, selbst gestalterisch durchführen. Hier können dann alle mit viel Spaß gemeinsam kreativ werden, geht es doch um das konkrete Aussehen der Zimmer für jeden einzelnen Mitbewohner. Es lassen sich hier auch noch einmal Kosten einsparen. Das ist sicher sehr willkommen, denn die Barkassen sind zum großen Teil in das erforderliche Eigenkapital geflossen. Aber man sollte auch schon bei Beginn der Planung an diese späte Phase denken, denn jetzt geht es daran, den Bau so zu gestalten, dass sich die Bewohner darin wohl fühlen. Jetzt wird der Bau das Zuhause der Familie.
Mit einem Bau erhält die Familie ihren individuellen, ganz persönlichen Lebensraum, der nur seinen Bewohnern gehört. Dies wird ein ganz besonderer Moment im Leben eines jeden Menschen, der als unvergessliches Ereignis immer im Gedächtnis bleiben wird, ganz gleich in welchem Alter, dieser Moment erlebt wird.