Ein Unternehmensberater ist ein Dienstleister und Berater für andere Unternehmen. Dabei ist es bei weitem nicht so, dass, wie oft noch angenommen, in einer Unternehmensberatung nur Hochschulabsolventen mit wirtschaftswissenschaftlichen Diplomen beschäftigt sind, sondern ebenso Menschen mit Erfahrung auf einem bestimmten Gebiet. Denn die Unternehmensberatung möchte seinen Kunden eine strategische Beratung in ganz verschiedenen Bereichen anbieten.
Die Unternehmensberatung unterstützt bei allen grundlegenden Fragen der Management- und Organisationsberatung. Sie arbeitet neue personelle Konzepte aus und leistet Beratung in wirtschaftlich schwierigen Phasen wie zum Beispiel bei einer Neu- oder Umstrukturierung. Bei der Beratung eines Klienten unterliegt diese einem bestimmten Prozess, der sich in drei Stufen einteilen lässt. Der Berater schafft sich einen genauen Überblick über die Situation im Betrieb. Daraufhin erstellt er eine Situationsanalyse. Nach diesem ersten Schritt werden die neuen Ziele des Kunden formuliert. Nun kann im dritten Schritt in enger Zusammenarbeit mit dem Klienten die zukunftsorientierte Konzeptentwicklung beginnen.
Den Unternehmensberatern eilt oft ein negativer Ruf voraus. Das liegt nicht nur daran, dass ihre Arbeit keine bestimmte wissenschaftliche Qualifikation voraussetzt, sondern oft wird gerade in den wirtschaftlich wechselhaften Zeiten ein massiver Arbeitsplatzabbau mit einem vorangegangenen Beratungsprozess in direkten Zusammenhang gebracht. Der Fairness halber sollte nicht verschwiegen werden, dass aber auch gerade die Arbeit des Unternehmensberaters dazu führen kann, dass die Personalreduzierung verhindert werden kann. So sollte man hier die von vielen Unternehmensberatungen angebotenen Coachingmaßnahmen nennen, durch die zum Beispiel ganze Belegschaften zu neuer Motivation gelangt sind.
In den Vereinigungen der Unternehmensberater werden Grundsätze für die Beratung in einem Berufs- oder Ehrenkodex umschrieben. Dazu gehören in der Regel die Elemente wie Unabhängigkeit, meint, der Unternehmensberater ist unabhängig von Dritten. Er wird seinen Klienten nicht beeinflussen bei der Entscheidung, welcher Lieferant oder Marktpartner gewählt werden soll. Der Unternehmensberater muss objektiv sein. Er wird alle Chancen und Risiken bei der Beratung mit Objektivität bewerten. Als nächstes Element sei die Kompetenz genannt. Ein Berater wird nur in den Bereichen beraten, in denen er nachweislich Kompetenz erlangt hat. Und zum Schluss gibt es noch das Element der Vertraulichkeit. Es werden keine erworbenen Kenntnisse oder Informationen an Dritte weitergegeben.
Sollte es nachweislich durch falsche Auskünfte des Unternehmensberaters zu Schäden kommen, so kann auf eine Art Produkthaftung bestanden werden. Doch in der Regel ist der Berater nicht oder nur teilweise an der Umsätze des erarbeiteten Konzepts beteiligt. Er kann daher für Ausführungsfehler in der Umsetzung kaum haftbar gemacht werden. Ebenso wenig ist er dafür haftbar zu machen, dass er Ratschläge und Konzeptionen erstellt hat, die auf einer Fehl- oder Falschinformation des Klienten beruhen.