Immobilienfinanzierung

Wer eine Immobilie kaufen, erhalten, sanieren oder modernisieren möchte, kann dies mit einer Immobilienfinanzierung verwirklichen. Diese Art der Finanzierung beginnt meist erst bei einer Summe ab 30.000 Euro. Der  Höhe des Baudarlehens ist dabei in der Regel keine Grenze gesetzt. Sie muss dafür nur finanzierbar sein und wird für jeden Fall individuell bestimmt. Signifikant für eine Immobilienfinanzierung ist die lange Laufzeit von bis zu 35 Jahren und die sogenannte Zinsbindungsfrist. Die Fristen können für fünf, zehn, fünfzehn oder auch in seltenen Fällen für noch mehr Jahre festgelegt werden. Sie garantieren den Vertragspartnern für diesen festgelegten Zeitraum eine konstante Zinshöhe. Die Zinsbindungsfrist ist meist kürzer als die Gesamtlaufzeit. Das beinhaltet, dass nach Ablauf der Zinsbindung der neue Zins mit der Bank verhandelt werden muss.

Eine Immobilienfinanzierung kann in sehr unterschiedlichen Formen abgeschlossen werden. Man kann seine Immobilienfinanzierung zum Beispiel mit einem Bausparvertrag kombinieren. Wer nicht über ausreichend Eigenkapital verfügt, kann das Bauspardarlehen als praktische Variante der Kapitalbeschaffung nutzen. Ob man nun bereits in jungen Jahren einen Bausparvertrag abgeschlossen hat oder dies erst in späteren Jahren macht, ist dabei nicht ausschlaggebend. Es gibt inzwischen mehrere Varianten des Bausparens. So kann man sich für das Bauspardarlehen mit Ansparphase entscheiden oder das Bausparsofortdarlehen in Anspruch nehmen. Bei  diesem Darlehen hat man dann auch die Möglichkeit, von zurzeit günstigen Zinsen zu profitieren.Eine Finanzierung ganz ohne Eigenkapital ist heutzutage auch möglich. Wer über ein mittleres bis gutes und gesichertes Einkommen verfügt, kann eine Vollfinanzierung erhalten. Es ist sogar über die 100 Prozent hinaus eine Finanzierung möglich. So kann man bis zu 120 Prozent erhalten. Man rechnet dabei allerdings die 120 Prozent nicht auf den Kaufpreis des Objektes, sondern auf den Beleihungswert.

Zur Unterstützung der Baufinanzierung erhält man auch Gelder von der KfW-Bankengruppe. Sie bietet eine ganze Reihe unterschiedlicher Förderprogramme an und jeder Bürger ist anspruchsberechtigt. Pro Einzelhaushalt werden allerdings nur maximal 30 % der Gesamtkosten vergeben, wobei das Maximum der Darlehenssumme 100.00 Euro für den Immobilienkauf beträgt. Der Vorteil bei den Krediten der KfW sind die weit unter dem
Marktniveau liegenden Zinsen. Die KfW bietet ein Wohneigentumsprogramm, mit dem der Erwerb und Bau selbstgenutzter Wohnungen und Häuser unterstützt wird. Ein weiteres Programm ermöglicht die Modernisierung und CO2 Minderung an Häusern und Wohnungen. Für die Finanzierung von energieeffizienten Neubauten, Energiesparhäuser oder Passivhäusern stehen ebenfalls günstige Förderkredite zur Verfügung. Es handelt sich um das Programm „Energieeffizient Bauen“. Altbauten können mit der Förderung „Energieeffizient Sanieren“ saniert werden, wenn dadurch Energieeffizienz und Einsparung von Heizkosten entsteht. Zum Erhalt dieser Gelder kann die Immobilie entweder selbst genutzt werden oder aber vermietet. Letztendlich besteht auch die Möglichkeit der Förderung für die Errichtung oder Erweiterung von Photovoltaik-Anlagen zur Gewinnung von Sonnenenergie. Um die für sich beste Finanzierung zu finden und auch zu erfahren, ob man Anspruch auf Fördergelder hat, sollte man sich auf jeden Fall genau
informieren und im besten Falle einen fachkundigen Berater hinzuziehen.

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