Kreditwürdig oder nicht?

16. Mai 2012

Ob man für einen bestimmten Kreditbetrag “gut“ ist oder hinreichend kreditwürdig, hängt bei einem Ratenkredit von der sogenannten Bonität des Antragstellers ab. Der Begriff Bonität kann als Synonym für Kreditwürdigkeit angesehen werden. Neben der persönlichen Kreditwürdigkeit, die schwer quantifizierbar ist, da sie die Vertrauenswürdigkeit bzw. Integrität des Kreditnehmers betrifft, spielt insbesondere die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit bei der Bonitätsprüfung eine Rolle. Hierbei gehen Kreditinstitute bei der Prüfung eines Antrags auf eine Finanzierung der Frage nach, inwieweit der potenzielle Kunde “gut“ für den jeweiligen Betrag ist.
Während im Geschäft mit Privatkunden heutzutage die Bonitätsprüfung grundsätzlich standardisierten und EDV-gestützten Prozessen folgt, stellt sich das Kreditgeschäft im Firmenkundenbereich mit Unternehmen und beruflich Selbstständigen komplexer dar. Die Bonitätsprüfung erfolgt grundsätzlich nicht nur bei Antragstellung, sondern fortlaufend durch Auswertung der einzureichenden Jahresabschlüsse und gegebenenfalls unterjähriger betriebswirtschaftlicher Auswertungen. In Verbindung mit dem Rating des Kunden entscheiden auch Sicherheiten, die vom Kreditnehmer zur Risikobegrenzung zur Verfügung gestellt werden, über die Bewilligung, Prolongation und/oder Konditionen bereitgestellter Finanzierungen. Wer sich seiner persönlichen Bonität nicht sicher ist, erhält kostenlos Anhaltspunkte durch die einmal jährlich kostenlos erhältliche Auskunft über gespeicherte Daten gemäß § 34 Bundesdatenschutzgesetz von der Schufa. Sofern die Schufa-Auskunft keine Negativmerkmale enthält, hängt die Bewilligung einer Finanzierung im Wesentlichen davon ab, inwieweit die sich ergebende monatliche Belastung durch den aufzunehmenden Kredit im Einklang mit dem regelmäßigen nach Abzug aller fixen Kosten und einer Pauschale für Lebenshaltung verbleibenden gesicherten Einkommen steht.

Förderung für die eigenen vier Wände

14. Mai 2012

Eine empfehlenswerte Möglichkeit ist es in vielen Fällen, die private Baufinanzierung durch die Inanspruchnahme staatlicher Fördermöglichkeiten günstiger zu gestalten. In Betracht kommen beispielsweise besonders preiswerte Förderdarlehen der öffentlichen Hand, für die unter Umständen sogar Sonderkonditionen erhältlich sind, sofern man über Spezialisten abschließt, die Rabatte erhalten und diese an die Kunden weitergeben. Auch Zuschüsse in Zusammenhang mit Investitionen rund um das Thema Energiesparen können die Belastung aus der Baufinanzierung senken und somit zu einer Ersparnis führen.
Auch die Riester-Rente ist ein Instrument, welches in Zusammenhang mit dem Erwerb selbstgenutzten Wohneigentums oftmals Vorteile entfaltet. Diese können in Zuschüssen, Steuervergünstigungen oder einer Verkürzung der Darlehenslaufzeit und damit in einer Ersparnis von Zinsen liegen. Die Riester-Rente hat insgesamt als sichere und lukrative Möglichkeit, staatlich gefördert eine zusätzliche private Altersvorsorge aufzubauen, eine breite Akzeptanz erfahren. Die Förderung besteht zum einen aus staatliche Zuschüssen in Form einer Altersvorsorgezulage, die allen Rentenversicherungspflichtigen und Amtsträgern sowie deren Ehegatten, falls diese nicht selbst zum förderberechtigten Personenkreis zählen, zustehen, sowie aus steuerlichen Vergünstigungen durch die Berücksichtigung der Beiträge zur Riester-Rente als Sonderausgaben im Rahmen der jährlichen Einkommensteuererklärung. Aufgrund der zusätzlichen Kinderzulagen, die für eine noch höhere staatliche Förderung sorgen, ist ein Riester-Vertrag insbesondere für Familien eine reizvolle Möglichkeit, Lücken bei der Altersvorsorge zu schließen.
In eine Immobilienfinanzierung kann Riester grundsätzlich auf zwei Arten und Weisen vorteilhaft eingebracht werden. Das angesparte Altersvorsorgevermögen darf, ohne die erhaltene Förderung zu gefährden, zum Immobilienerwerb verwendet werden, soweit es sich um selbstgenutztes Wohneigentum handelt. Alternativ kann der Riester-Effekt bereits während der Laufzeit der Immobilienfinanzierung wirken. Hierzu schließt man ein sogenanntes Wohn-Riester-Darlehen ab. Die staatlichen Zulagen fließen als Sondertilgungsleistungen ein, verkürzen die Darlehenslaufzeit und sorgen somit für eine schnellere Entschuldung aufgrund der gesparten Zinsen.

Bausparvertrag – mit oder ohne Baufinanzierung

4. Mai 2012

Auf dem Weg in die eigenen vier Wände gilt es, die Baufinanzierung zu organisieren. In der Regel wird eine Mischung aus Eigenmitteln und Darlehen von Banken oder Sparkassen dazu verwandt, den Bau des Eigenheims oder den Kauf des Einfamilienhauses bzw. der Eigentumswohnung zu bewerkstelligen. Die Darlehen werden über einen längeren Zeitraum, mitunter über rund 40 Jahre aus dem regelmäßigen Einkommen der Kreditnehmer zurückgezahlt.
Eine häufig genutzte weitere Option besteht darin, einen Bausparvertrag in die Immobilienfinanzierung einzubinden. Das Bauspardarlehen hat den Vorteil, dass es sehr günstig und zinssicher ist. Gut zu wissen ist auch, dass Bausparkassen auch nachrangige Darlehen vergeben. Dies bedeutet, dass das zugunsten der Bausparkasse im Grundbuch der finanzierten Immobilie eingetragene Grundpfandrecht, das zur Sicherung der Darlehensforderung dient, auch einem vorrangigen Recht im Zusammenhang mit der Sicherung der Bankdarlehen nachgehen darf.
Neben einer Einbindung in eine gut strukturierte und günstige Baufinanzierung hat Bausparen auch weitere Vorzüge, zum Beispiel die Möglichkeit als sichere Geldanlage. Ein angenehmer Nebeneffekt hierbei kann die Nutzung der staatlichen Bausparförderung sein. Zum Beispiel besteht die Möglichkeit, unter Einhaltung bestimmter persönlicher wie sachlicher Voraussetzungen, mittels Bausparen die Arbeitnehmer-Sparzulage nach dem 5. Vermögensbildungsgesetz und die Wohnungsbau-Prämie nach dem Wohnungsbauprämiengesetz zu erhalten. Darüber hinaus kommen auch staatliche Altersvorsorgezulagen sowie Steuervergünstigungen bei Bauspartarifen, die für die Riester-Rente zertifiziert sind, in Betracht.

Kosten für einen Kredit

2. Mai 2012

Ob ein Ratenkredit günstig ist oder nicht, hängt von der Betrachtungsweise, der geplanten Verwendung des Kreditbetrags und natürlich auch vom jeweiligen Anbieter ab. Zumindest im Vergleich zu einem Dispo kann man davon ausgehen, dass ein Ratenkredit generell günstig ist. Er ist zwar nicht so bequem und flexibel, dafür aber in der Praxis mit durchweg nicht unerheblich niedrigeren Zinssätzen versehen, so dass man nicht zögern sollte, sich eingehend über gute Angebote zu informieren, wenn es bei seinem persönlichen Kreditbedarf um mehr als nur Bagatellbeträge geht. Als Größenordnung hinsichtlich der Mindestbeträge, die man in Form eines Ratenkredits bei Banken und Sparkassen aufnehmen kann, haben sich vierstellige Summen im niedrigen bis mittleren Bereich herausgebildet. Die Zinsdifferenz beträgt allerdings mehrere Prozentpunkte. Entsprechend beläuft sich die Zinsersparnis bei einer größeren Anschaffung schnell auf Beträge, bei denen man nicht mehr von Kleingeld sprechen kann. Die im Vergleich zur Inanspruchnahme des privaten Dispos eingeschränkte Flexibilität eines Ratenkredits äußert sich darin, dass man regelmäßige Raten zu begleichen hat, die meist monatlich durch Abruf zu Lasten des Girokontos eingelöst werden. Allerdings besteht mittlerweile vielfach die Möglichkeit, auch Sondertilgungen zu leisten, ohne dass hierfür seitens der finanzierenden Bank Entgelte in Form einer Vorfälligkeitsentschädigung als Ausgleich für entgangene Zinsgewinne in Rechnung gestellt werden.
Noch günstiger wird ein Kredit in aller Regel nur dann, wenn man einerseits Beträge benötigt, die über einen privaten Konsumentenkredit nicht oder nur in Ausnahmefällen abgedeckt werden können, andererseits als Kunde auch mit zusätzlichen Kreditsicherheiten aufwarten kann, die das Risiko der finanzierenden Bank mindern. In solchen Fällen, insbesondere bei einer Baufinanzierung, ist ein Ratenkredit nicht mehr die geeignete Form, eine Finanzierung aufzunehmen. Stattdessen werden hierfür Darlehen vergeben. Für private konsumtive Zwecke sollte man allerdings der Versuchung widerstehen, den bequemen Weg der Kreditaufnahme durch Kontoüberziehung zu gehen und stattdessen eine Umschuldung der Inanspruchnahme des privaten Dispos dann vornehmen, wenn sich das Girokonto mit steigender Tendenz und zunehmend dauerhaft im Soll befindet.

Unfälle beim Hausbau versichern

30. April 2012

Wer einen Hausbau in Angriff nimmt, braucht in jedem Fall eine Baufinanzierung. Gegebenenfalls findet diese dadurch statt, dass man die Herstellungskosten, Nebenkosten und alles, was direkt und indirekt an finanziellem Aufwand mit der Errichtung des Eigenheims verbunden ist, aus eigener Tasche finanzieren kann, weil entsprechendes Vermögen bereits vorhanden ist. In der Praxis sind solche Fälle selten. Meistens werden für einen wesentlichen Teil der entstehenden Kosten Darlehen bei Kreditinstituten aufgenommen. Wer handwerklich begabt ist oder den finanziellen Aufwand durch Inanspruchnahme externer Dienstleistungen möglichst gering halten will, kann auch einiges in Eigenregie durch sogenannte Eigenleistungen verrichten. Besonders bei einer eher knapp kalkulierten Finanzierung wie einer Vollfinanzierung finden Eigenleistungen tendenziell in größerem Ausmaß statt. Wer darüber hinaus noch Helfer aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis engagiert, sollte tunlichst nicht vergessen, sich mit der zuständigen Berufsgenossenschaft ins Benehmen zu setzen, inwieweit diese Tätigkeiten, seien sie auch nur sehr kurzfristig, der Versicherungspflicht für die Unfallversicherung unterliegen.
Die Unfallversicherung zählt neben der Krankenversicherung, der Pflegeversicherung, der Rentenversicherung und der Arbeitslosenversicherung zu den Zweigen der Sozialversicherung in Deutschland. Für Arbeitnehmer besteht in der gesetzlichen Unfallversicherung Versicherungspflicht durch den Arbeitgeber. Auch beim Hausbau können die entsprechenden Vorschriften einschlägig sein, so dass auch für Helfer auf dem Bau Versicherungspflicht eintreten kann. Da die Beiträge in überschaubarer Größenordnung bleiben, sollte niemand falschen Geiz an dieser Stelle walten lassen vor dem Hintergrund, dass Unfallrisiken auf dem Bau eben nicht nur theoretischer Natur sind und die potenziellen Haftungsgefahr des Bauherren insoweit immens ist.

Eilige Finanzierungen

23. April 2012

Es ist grundsätzlich kein gutes Zeichen, wenn Finanzierungen eilig für den Kunden sind. Für Bagatellbeträge, wie sie bisweilen in Zusammenhang mit Impulskäufen stehen, gibt es Dispositionskredite oder Kreditkarten, falls das gut verzinste Tagesgeldkonto mit der geplanten eiligen Anschaffung geringfügig überfordert wäre. Ansonsten gilt es, einen Ratenkredit in Erwägung zu ziehen. Dieser ist meist deutlich günstiger zu haben, als es die Inanspruchnahme einer bewilligten Kreditlinie auf dem Girokonto oder insbesondere einer eingeräumten Kontoüberziehung wäre.
Im Vergleich zu einer Inanspruchnahme des Dispos ist ein Ratenkredit mit ein wenig mehr Verwaltungsaufwand für die Bank und für den Kunden verbunden, da ein separater Kreditvertrag geschlossen werden muss, der auch von der Bank im Vier-Augen-Prinzip unter Zuhilfenahme der zur Verfügung stehenden EDV-Instrumente bewilligt werden muss. Auch zu bedenken ist, dass eine sofortige Kreditentscheidung in aller Regel nur bei Privatkunden mit regelmäßigem Einkommen getroffen werden kann. Unternehmen sind hingegen, wenn keine neue Bankverbindung angestrebt werden soll, vornehmlich auf die Inanspruchnahme teurer Finanzierungen über Zahlungsziele ihrer Kreditoren angewiesen. Eine Optimierung der Unternehmensfinanzierung sollte in diesen Fällen in Zusammenarbeit mit einer in Fragen der Finanzierung versierten Unternehmensberatung angegangen werden.
Wer eine Baufinanzierung als eilig begreift, wird hingegen in der Regel feststellen müssen, dass Banken und Sparkassen dies geringfügig anders beurteilen. Neben der Bonitätsprüfung des Kunden, die vergleichbar mit derjenigen für einen Ratenkredit ist, ist es nämlich auch notwendig, die Immobilie, die erstellt oder erworben werden soll, einer Prüfung zu unterziehen. Diese Prüfung entscheidet auch darüber, ob und zu welchen Konditionen die geplante Finanzierung bewilligt wird.

Finanzierung zu Tiefstpreisen

20. April 2012

Wenn größere Anschaffungen anstehen und man einen günstigen Ratenkredit sucht, kann man unter Umständen Glück haben, dass seine Hausbank zu just diesem Zeitpunkt mit einem Sonderangebot aufwarten kann. Manchmal gewähren Banken und Sparkassen für einen bestimmten Zeitraum im Rahmen einer Aktion günstigere Zinsen auf die von ihnen vergebenen Kredite im Rahmen der Absatzförderung. Unabhängig davon, ob man insoweit Glück hat oder nicht, sollte man vor der Unterzeichnung des Kreditantrags in jedem Fall unverbindliche Alternativangebote einholen oder Konditionsanfragen stellen. Ohne ein gewisses Gespür für die üblichen Konditionen kann es nämlich durchaus sein, dass man das befristete Sonderangebot der Hausbank für automatisch günstig hält, da es ja als Sonderangebot beworben wird, obwohl es dennoch teurer ist als ein standardisierter Kredit von anderen, häufig spezialisierten Anbietern. Über die Konditionen im engeren Sinne (Zinssatz, Bearbeitungsgebühr) hinaus sollte man auch darauf achten, inwieweit kostenlose Sondertilgungen während der Kreditlaufzeit möglich sind. Diesen Vorteil an Flexibilität sollte man im Zweifel nicht unterschätzen.
Kein Glück für ein Sonderangebot braucht man hingegen bei einer Baufinanzierung. Hier gibt es dauerhaft, und nicht nur als befristetes Aktionsangebot, besonders günstige Konditionen. Anbieter ist in diesem Fall der Staat, der aus Gründen der Wohneigentumsförderung zinsgünstige Förderdarlehen zur Verfügung stellt. Beispielsweise kann jedermann in den Genuss des Wohneigentumsprogramms der KfW kommen, sofern er eine im Inland belegene privat genutzte Wohnimmobilie finanzieren möchte und einen entsprechenden Antrag über seine Bank oder Finanzierungsvermittler stellt. Unterschiede bestehen allerdings insoweit, als spezialisierte unabhängige Finanzdienstleister sich in der Lage sehen, auf die Programmkreditkonditionen noch zusätzliche Rabatte an den Kunden weiterzugeben. Die private Immobilienfinanzierung wird somit noch günstiger. Der entsprechende Finanzierungsbaustein kann durch den Rabatt auf die ohnehin günstigen Fördergelder durchaus als Schnäppchen betrachtet werden.

Baufinanzierung

19. April 2012

Baufinanzierung als krisensichere Vermögensanlage

Ob als Altersvorsorge oder als Investition zur effizienten Vermögensanlage, eine Immobilienfinanzierung kann in vielen Lebenslagen die optimale Entscheidung sein. Denn eine eigene Immobilie hält im Alter die Lebenskosten niedrig, und wer ein großes Vermögensportfolio verwaltet, hat durch eine Immobilienfinanzierung ein ausgewogeneres Portfolio, sodass in Krisenzeiten weniger Verluste zu erwarten sind.

Baufinanzierung momentan besonders günstig

Aufgrund der immer noch anhaltend niedrigen Zinsen ist zur Zeit eine Baufinanzierung besonders günstig. Und die Zahl der Anbieter für eine Immobilienfinanzierung am Markt sind vielfältig, und nicht nur auf Banken beschränkt – denn die Zeiten, in denen eine Baufinanzierung immer von der eigenen Hausbank durchgeführt werden müssen, sind längst vorbei. Und viele Direktbanken können so heutzutage ihren Kunden häufig auch gute Konditionen bieten, ein Vergleich vor einer Immobilienfinanzierung zwischen verschiedenen Anbietern zahlt sich demnach häufig aus. Hier helfen insbesondere unabhängige Finanzberater, die richtige Baufi zu finden.

Baufinanzierung auch ohne Eigenkapital möglich

Generell wird bei einer Baufinanzierung ohne Eigenkapital das zu finanzierende Wohneigentum von der finanzierenden Bank als Sicherheit hereingenommen. Üblich ist jedoch, bei der Immobilienfinanzierung lediglich rund 60% des Verkehrswerts der Immobilie als Kredit zu vergeben. Bei der Immobilienfinanzierung wird hierzu als Sicherung im Grundbuch eine Grundschuld zugunsten der Bank eingetragen. Kann der Schuldner nun die Kreditraten nicht mehr tilgen, hat die Bank das Recht, die Immobilie zur Tilgung zu verwerten. Liegt der Kaufpreis damit jedoch nahe dem Verkehrswert, so bleibt dem Käufer noch eine Differenz zwischen Kaufpreis und Immobilienfinanzierung zu decken, die bis zu 40% betragen kann. Üblicherweise versuchen für diesen Fall, Anleger zum Beispiel über Bausparverträge oder Sparpläne, vor der Baufinanzierung genügend Eigenkapital anzusparen. Wer hierzu nicht in der Lage ist, kann diese Finanzierungslücke über Kredite abdecken.

Steuerliche Vorteile genießen

Weiterer Vorteil für eine Immobilienfinanzierung sind die zahlreichen steuerlichen Vorteile, die Hausbesitzer nutzen können. Und die steuerlichen Begünstigungen werden sogar lange vor der eigentlichen Baufinanzierung angeboten. Denn wer bereits über gewisse Sparmodelle wie zum Beispiel einen Bausparvertrag Eigenkapital zweckgebunden anspart, erhält bereits für diese Phase sowohl staatliche Zuschüsse, welche die Rendite erhöhen, als auch steuerliche Vorteile bei der jährlichen Steuererklärung.

Alle Kosten berücksichtigen

12. April 2012

Der ausgewiesene Effektivzins für aufzunehmende Darlehen im Rahmen einer Baufinanzierung ist für einen Vergleich mehrerer Angebote grundsätzlich gut geeignet. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass unter Umständen nicht alle möglichen und im Einzelfall in Betracht zu ziehenden Kostenbestandteile enthalten sind. Beispielsweise Bürgschaftsprovisionen, Bereitstellungszinsen, Entgelte für Sondertilgungen, Kontoführungsgebühren und Schätzungskosten für die Immobilie können bei der konkreten Baufinanzierung, die der Kunde benötigt, anfallen, sind aber im Effektivzins nicht enthalten. Somit ist die Finanzierung letztlich doch teurer. Wie viel dies ausmacht, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab.
Am Besten nimmt man die Dienste einer unabhängigen Finanzberatung in Anspruch, um diese und ähnlich gelagerte Problemstellungen, die ansonsten bei einem Baugeldvergleich leicht unter den Tisch fallen können, zu durchdringen und das wirklich beste Angebot unter mehreren Offerten für eine anstehende Immobilienfinanzierung (oder auch im Rahmen einer demnächst in die Weg zu leitenden Anschlussfinanzierung) herausfiltern zu können. Der Vorteil von unabhängigen Finanzdienstleistern ist, neben der Expertise, gute von bei näherer Betrachtung nicht ganz so guten Angeboten unterscheiden zu können, auch der Umstand, dass sie aus einem breitgefächerten Angebot an Banken diejenigen auswählen können, die im Einzelfall unter Berücksichtigung der jeweiligen individuellen Umstände ein möglichst passgenaues Angebot für die Zusammenstellung der Baufinanzierung unterbreiten können. Hierzu zählen auch die Möglichkeiten, öffentliche Fördergelder in die Finanzierung einzubinden, ohne dass der Kunde von sich aus darauf besteht. Auch Wohn-Riester ist eine gute Möglichkeit, eine private Immobilienfinanzierung möglichst günstig zu gestalten.

Absicherung von Krediten

10. April 2012

Eine Restschuldversicherung wird von Banken und Sparkassen manchmal zusätzlich angeboten, um einen Kredit abzusichern. Die Restschuldversicherung soll hierbei die noch nicht getilgte Kreditsumme dadurch absichern, dass im Falle des Ablebens des Kreditnehmers während der Laufzeit der Finanzierung die Versicherungsleistung bzw. die jeweils noch ausstehende Versicherungssumme als Einmalzahlung fließt und somit die Erben nicht mit bestehenden Verbindlichkeiten belastet und konfrontiert werden. Zusätzlich ist manchmal auch in den Versicherungsbedingungen geregelt, dass durch die Versicherungen die vereinbarten Kreditraten bei längerer Krankheit oder unverschuldeter Arbeitslosigkeit der Kreditnehmer für einen mitunter befristeten Zeitraum übernommen werden.
Während es bei einer Baufinanzierung in aller Regel sehr zu empfehlen ist, die Risiken, die sich dadurch manifestieren können, dass die Hinterbliebenen nach dem Tod des Alleinverdieners oder maßgeblich für das Haushaltseinkommen Beitragenden die selbstbewohnte Immobilie nicht finanziell halten können, ist dies in Bezug auf einen Ratenkredit eher von den Umständen des Einzelfalls abhängig, da die Beträge bei einer Baufinanzierung  von einem anderen Kaliber sind als die meist überschaubaren Finanzierungssummen, die für einen konsumtiven Kredit bewilligt und im Zweifelsfall in ihrer restlichen Höhe durch Hinterbliebene bzw. Erben zu begleichen sind. Restschuldversicherungen sind im Übrigen häufig im Vergleich zu anderen Möglichkeiten der Absicherung wie beispielsweise eine Risiko-Lebensversicherung mit degressiv fallender Versicherungssumme, die bei ausgewählten Versicherungsgesellschaften auch auf zwei verbundene Leben abgeschlossen werden kann, als vergleichsweise teuer anzusehen.
Es macht von daher Sinn, wenn man sich bei einer laufenden Baufinanzierung um eine günstige Anschlussfinanzierung bemüht und sich zu diesem Zweck zu einem unabhängigen Finanzdienstleister begibt, der mit zahlreichen, oft spezialisierten und für Verbraucher auf direktem Wege nicht zugänglichen Banken mit besonders günstigen Konditionen zusammenarbeitet, nicht nur die Modalitäten der Finanzierung im engeren Sinne, sondern auch die damit zusammenhängenden Versicherungen für die Finanzierung überprüfen zu lassen und gegebenenfalls zu optimieren.